Starker Handelspartner

Die Ausfuhren Niedersachsens sind im Zeitraum von 1997 bis 2008 rasant angestiegen, das Exportvolumen hatte sich von etwa 35 Mrd. Euro auf knapp 75  Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Ausgelöst durch die allgemeine Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009 gab es dann einen Einbruch. Die ersten fünf Monate des Jahres 2010 zeigten aber schon wieder eine deutliche Erholung (sowohl bei den Aus- als auch bei den Einfuhren). Der Anstieg lag bei Ein- und Ausfuhren jeweils bei rund 15 Prozent, das bedeutete einen Anstieg auf 26,1 Mrd. Euro zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 22,7 Mrd. Euro. Damit lag Niedersachsen, nach Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden Württemberg weiterhin auf einem vorderen Platz der Länderrangliste

Die wichtigsten Ausfuhrgüter kommen aus der gewerblichen Wirtschaft. Führend ist hierbei die Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Ebenfalls einen großen Exportanteil haben Maschinen und chemische Enderzeugnisse sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung. In der Ernährungswirtschaft dominieren Fleisch und Fleischwaren sowie Milchprodukte bei den Ausfuhrgütern.

Die Länder der Europäischen Union (EU) sind nach wie vor die wichtigsten Handelspartner Niedersachsens. Gut 75 Prozent der Exporte gehen in den Binnenmarkt. Mit fast 10 Prozent aller Exporte sind die Niederlande wie schon im Vorjahr wichtigster Abnehmer niedersächsischer Produkte. Dicht dahinter liegt Frankreich, gefolgt von dem Vereinigten Königreich, den USA, Italien, Spanien, Belgien, Österreich und Polen. Die Exportrückgänge lagen im vergangenen Jahr durch die Wirtschaftskrise durchweg im zweistelligen Prozent-Bereich. Vereinzelt konnte bei einigen Ländern jedoch ein kleiner Exportzuwachs von einstelligen Prozentzahlen realisiert werden. Positive Ausreißer waren China mit rund 10 Prozent, Singapur mit 14,2 Prozent und Hongkong gar mit 17,6 Prozent.

Die Einfuhren Niedersachsens entwickelten sich ähnlich dynamisch wie die Ausfuhren. Sie stiegen von etwa 31 Mrd. Euro im Jahr 1997 auf knapp 73,5 Mrd. Euro im Jahr 2008 und erreichten 2009 ähnlich wie die Ausfuhren, einen Tiefstand von rund 62 Mrd. Euro. Aber auch die Einfuhren lagen bis Mai 2010 bereits mit rund 29,5 Mrd. Euro deutlich höher als zum vergleichbaren Zeitraum in 2009 (25,6 Mrd. Euro).  

Die mit Abstand wichtigsten Importgüter sind Erdöl und Erdgas, gefolgt von Erzeugnissen aus dem Bereich PKW/Wohnmobile und Fahrzeugbau. Auch Kunststoffe und Eisen-, Blech- und Metallwaren werden in hohem Maße eingeführt. Wichtigste Ursprungsländer sind Norwegen, Niederlande und Frankreich.

Ausfuhren 2010

(Zahlen von 2011 werden in Kürze verfügbar sein)

 

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Export und Import Statistik 2011 (vorläufig)

Die NIEDERLANDE haben ihre Position als niedersächsischer Handelspartner Nr. 1 weiterhin gefestigt. Die Handelsbilanz weist in der vorläufigen Statistik für die Monate Januar bis November eine Bilanz von 14,5 Mrd. € (durch ein sattes Plus von jeweils über 20 Prozent bei den Aus- und Einfuhren in Höhe von 6,4 und 8,1 Mrd.) auf.

NORWEGEN belegt wie im Vorjahr Rang 2 mit 12,8 Mrd. € (um 26 Prozent gestiegene Importe in Höhe von 11,8 Mrd. wegen der Öl- und Gaslieferungen) und Exporte von 1,0 Mrd.

Es folgen FRANKREICH mit einem Saldo von 8, 8 Mrd. €  und Großbritannien mit 8, 5 Mrd. € auf den Plätzen 3 und 4. CHINA ist von Rang 3 im Vorjahr (mit 9, 2 Mrd.) auf Rang 5 zurückgefallen (8, 0 Mrd. €, die sich auf 2, 5 Mrd. € Exporte (+ 19 Prozent) und 5, 5 Mrd. € Importe (- 13 Prozent) verteilen.

POLEN ist um einen Platz auf Rang 6 vorgerückt (mit Zuwächsen von 24 Prozent bzw. 22 Prozent bei den Ex- und Importen in Höhe von 3, 3 und 4, 2 Mrd. €). Es folgt ITALIEN (mit 7, 0 Mrd. € von 8 auf 7) vor den USA (6, 9 Mrd. €, von 6 auf 8). BELGIEN (5, 8 Mrd. €) und SPANIEN (5, 1 Mrd. €) haben die Plätze 9 und 10 getauscht.

Keine Veränderungen gab es auf den Rängen 11 bis 15: Dort finden sich wie im Vorjahr TSCHECHIEN (4, 7 Mrd. €), ÖSTERREICH (4, 6), RUSSLAND (4, 2), SCHWEDEN (3,8) und DÄNEMARK (2, 8 Mrd. €).

(Quelle: LSKN)