Business Leitfaden
Business-Leitfaden für Investoren
Die in verschiedenen Sprachen veröffentlichte Broschüre informiert auf etwa 130 Seiten über alle Themen, die für ausländische Investoren von Interesse sind.
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Weitere hilfreiche Informationen bietet die neueste Auflage des "Doing Business in Germany" der Rechtsanwaltskanzlei Luther
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Energiewirtschaft: Fokus auf regenerative Energien
Energiewirtschaft in Niedersachsen PDF|971 KB
Wo der Wind weht
Das Flächenland Niedersachsen ist reich an Energien. Das fängt bei den Rohstoffvorkommen an – die größten Mengen des in Deutschland geförderten Erdgases stammen von hier – und setzt sich bei der Erzeugung und Versorgung fort: 18 große konventionelle Kraftwerke sind landesweit im Einsatz. Hinzu kommen zahllose kleinere Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien. Das Land Niedersachsen zählt zu den größten Innovationstreibern auf diesem Gebiet. Namhafte Forschungsinstitute tragen zu diesem Wandel bei, zum Beispiel das Deutsche Windenergie Institut (DEWI) in Wilhelmshaven oder das Institut für Solarenergieforschung in Hameln. Auf der Basis dieser und weiterer wissenschaftlicher Netzwerke wird derzeit vor allem die Nutzung von Biomasse und Windkraft vorangetrieben. In den Küstenregionen ist dieses Engagement nicht zu übersehen. Hier, wo der Wind am kräftigsten weht, werden die neuesten Generationen von Windkraftanlagen entwickelt, erzeugt und in alle Welt exportiert.
Niedersachsen ist das Windenergieland Nummer eins: Über 40 Prozent aller Windkraftanlagen in Deutschland werden heute bereits in Niedersachsen hergestellt. Etwa 5.000 direkte und mehrere tausend indirekte Arbeitsplätze hängen in Niedersachsen von der Entwicklung der Windenergie ab. Während die Reserven der Windkraftnutzung auf dem Festland, dem sogenannten Onshore-Bereich, in der Zwischenzeit weitgehend ausgeschöpft wurden, sind die Potenziale im Offshore-Bereich noch überwiegend ungenutzt. Niedersachsen hat als Nordseeanrainer und Flächenland optimale Standortbedingungen zur verstärkten Nutzung der Offshore-Windenergie. Der geplante Ausbau wird das Wirtschaftswachstum in der niedersächsischen Küstenregion spürbar steigern und erhebliche Beschäftigungseffekte auslösen.
Die Energiewirtschaft Niedersachsens umfasst damit neben dem weiten Tätigkeitsfeld der Energieerzeugung und -versorgung – von der Gewinnung von Rohstoffen über die Erzeugung und Speicherung von Energie bis hin zur Verteilung an die Endabnehmer – vor allem auch den Anlagenbau: Die Produktion von Generatoren, Transformatoren und elektrischen Verteilungseinrichtungen. Zahlreiche Unternehmen sind hier bereits auf internationalen Märkten aktiv und erfolgreich. Und der Stellenwert des überaus innovativen Kraftwerk- und Anlagenbaus in der niedersächsischen Energiewirtschaft steigt weiter.

Erzeugung: selbst versorgt
Niedersachsen ist energetisch vielfach ein "Selbstversorger". Rohstoffaufkommen wie Erdöl und Erdgas decken nicht nur den niedersächsischen, sondern teilweise auch den bundesweiten Bedarf: Niedersachsen trägt zu rund 19 Prozent zur Versorgung des deutschen Erdgasmarktes bei. 90 Prozent des in Deutschland gewonnenen Erdgases werden hier gefördert, außerdem noch über 40 Prozent des bundesweit gewonnenen Erdöls. 18 Kraftwerke mit einer installierten Leistung von mehr als 100 Megawatt sowie viele kleinere Anlagen aus den Bereichen Müllverbrennung, Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie und Biogas sichern zusammengenommen eine bemerkenswerte Eigenversorgung mit Energie. Ein dichtes und effizientes Elektrizitäts-, Gas- und Wärmeversorgungsnetz gewährleistet eine lückenlose Belieferung von Privatkunden wie auch von gewerblichen und industriellen Endabnehmern. Dabei wird die Energieversorgung Niedersachsens von einigen großen Energieversorgern getragen und gesichert. Die E.on Avacon GmbH ist einer der größten Energiedienstleister Deutschlands mit Sitz im niedersächsischen Helmstedt. In der Weser-Ems-Region versorgt die EWE AG Bewohner und Infrastrukturen mit Strom und Erdgas, in der Region Hannover ist die Stadtwerke AG Hannover – die enercity - für eine lückenlose Versorgung verantwortlich.
Versorgung: unter Strom
Insgesamt sind 19.100 Beschäftigte in Niedersachsen für die Energieversorgung von privaten Haushalten, von Verkehr und großen Industrien zuständig. Mit einem Anteil von über 90 Prozent stellt die Elektrizitätsversorgung den wichtigsten Wirtschaftszweig und liegt damit deutlich über dem gesamtdeutschen Schnitt. Niedersachsen vereint somit viel Arbeitskraft auf die Versorgung mit Strom, von der auch die energieintensiven Industrien profitieren.
Ihre Fragen zu Investitionsmöglichkeiten in Niedersachsen richten Sie bitte an:

Dr. Norbert Gebbe
Head of Investment Promotion
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