Wirtschaftsstaatssekretär Liersch reist mit Delegation nach Tunesien und Ägypten
Der Niedersächsische Wirtschaftsstaatssekretär Oliver Liersch bricht am kommenden Dienstag, 10. April 2012 zu einer 4-tägigen Delegationsreise nach Tunis und Kairo auf.
Im Mittelpunkt der Reise stehen wirtschaftliche und politische Gespräche, Veranstaltungen mit Niedersachsenpräsentationen, Kooperationsbörsen sowie Unternehmensbesichtigungen. Nach den tiefgreifenden Umwälzungsprozessen des „Arabischen Frühlings“ haben sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend verändert und bieten neue Möglichkeiten. Diese Chancen sollen frühzeitig niedersächsischen Unternehmen eröffnet werden.
Erstes Reiseziel ist Tunis. Liersch wird hier politische Gespräche führen. Daneben wird die Delegation die Dependance des niedersächsischen Logistikunternehmens Meyer & Meyer aus Osnabrück sowie weitere einheimische Unternehmen besuchen. Im Rahmen eines Niedersachsen-Empfangs haben niedersächsische und tunesische Unternehmer zudem die Gelegenheit, für persönliche Gespräche sowie zum gegenseitigen Informationsaustausch.
Tunesien punktet mit zahlreichen Argumenten im internationalen Standortwettbewerb: Die entwickelte Infrastruktur sowie qualifizierte und kostengünstige Arbeitskräfte machen das Land für in- und ausländische Investoren ebenso attraktiv wie die im Zuge der Einführung demokratischer Strukturen aufgestellten neuen Regeln zur Transparenz, zur guten Regierungsführung und zur Korruptionsbekämpfung. Deutschland ist der drittgrößte Handelspartner Tunesiens. 2012 wird mit einem Wachstum von 4,5 Prozent gerechnet. Geschäfts- und Beteiligungsmöglichkeiten ergeben sich v. a. in den Bereichen Bekleidung, Kfz-Zulieferer, Elektronik, in der Agroindustrie sowie in der Umwelt- und Medizintechnik.
Die zweite Reisestation ist Kairo. Hier wird der Staatssekretär mit vier Ministern der ägyptischen Regierung zusammentreffen und über die Perspektiven der niedersächsisch-ägyptischen Zusammenarbeit sprechen. Auf dem Programm der Delegation stehen darüber hinaus Besuche bei deutschen und ägyptischen Unternehmen und der GIZ. Die engsten Beziehungen zwischen Niedersachsen und Ägypten gibt es in der Tourismuswirtschaft. Gerade nach dem Arabischen Frühling ist es Ziel, diese Beziehungen wieder zu stabilisieren. Darüber hinaus zeichnen sich gute Geschäftschancen in Ägypten im gesamten Leistungsspektrum des Gesundheitsmarktes, in der Umwelttechnik, für Anbieter von Nahrungsmittel-, Getränke- und Verpackungsmaschinen sowie für den Maschinen und Anlagenbau in den Bereichen der chemischen und pharmazeutischen und der Textilund Bekleidungsindustrie ab.
05.04.2012 15:43 Alter: 1 year
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