Niedersächsische Delegation nach Brasilien
Vom 06. bis 12. März 2010 wird eine niedersächsische Unternehmerdelegation nach Brasilien reisen. Stationen der Reise werden die Bundesstaaten mit gleichnamigen Hauptstädten Sao Paulo und Rio de Janeiro wie auch der Bundesstaat Rio Grande do Sul mit seiner Hauptstadt Porto Alegre sein.
Vom 06. bis 12. März 2010 wird eine niedersächsische Unternehmerdelegation nach Brasilien reisen.
Stationen der Reise werden die Bundesstaaten mit gleichnamigen Hauptstädten Sao Paulo und Rio de Janeiro wie auch der Bundesstaat Rio Grande do Sul mit seiner Hauptstadt Porto Alegre sein.
Die Großräume Sao Paulo mit über 20 Millionen Einwohnern, Rio de Janeiro mit über 11 Millionen Einwohnern und Porto Alegre mit über 4 Millionen Einwohnern gehören zu den bevölkerungsreichsten Brasiliens.
Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Rund 1.400 deutsche – in Brasilien tätige – Firmen untermauern dies und geben darüber hinaus Rückschluss auf die vorteilhaften Standortbedingungen für deutsche Investoren. Ein weiterer Anreiz ist die ungebremste Konsumfreude eines Marktes mit rund 200 Millionen Einwohnern. Brasilien ist derzeit mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von ca. 1.586 Mrd. USD (2008)die zehntgrößte Wirtschaft der Welt – und wächst stetig weiter. Die Erwirtschaftung des BIP erfolgt zu etwa 64% im Dienstleistungsbereich, zu 30% in der Industrie und zu 6% in der Landwirtschaft. Brasilien konnte in den letzten Jahren stark vom Rohstoffboom profitieren. Es erzielte erhebliche Handelsüberschüsse, die es zum Abbau der Auslandsverschuldung nutzte. Durch eine stabilitätsorientierte Geldpolitik konnte auch die Inflationsrate merklich reduziert werden.
Die deutschen Exporte nach Brasilien beliefen sich 2008 auf 8,7 Mrd. EURO (2007: 6,8 Mrd. EURO); die Einfuhren Deutschlands aus Brasilien lagen 2008 bei 9,4 Mrd. EURO (2007: 8,3 Mrd. EURO). Brasilien liegt damit als Abnehmerland deutscher Waren auf Platz 23 und als Lieferland auf Platz 21. Die überdurchschnittlich positive Entwicklung bei den deutschen Ausfuhren nach Brasilien (2007: +15,7%) verstärkte sich 2008 auf +28,1%. Deutschland nimmt damit Platz 4 des brasilianischen Einfuhrrankings ein.
Der AHK-Experten-Index 2009/2010 des DIHK zeigt deutlich positiv in die Zukunft: Brasilien, das wirtschaftliche Powerhouse in Lateinamerika, konnte nicht nur Ausfälle während der Krise durch nationale Konjunkturprogramme kompensieren, bereits jetzt sind vielmehr die ersten Auswirkungen der Fußball WM 2014 mit all ihren Anforderungen zu spüren. Und die Zeichen für 2010 stehen weiter auf Erholung. Bei einem erwarteten Plus von 15,5% wird Brasilien fast 54% aller deutschen Ausfuhren nach Lateinamerika abdecken.
Einhergehend mit dem immensen Wachstum des Landes hat die Regierung die Notwendigkeit von intensiven und nachhaltigen wirtschaftlichen und politischen Maßnahmen erkannt und unterstützt diese. Das von der brasilianischen Regierung 2007 aufgelegte Programm zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (PAC – Programa de Aceleração do Crescimento) sieht nach einer 2008 erfolgten Aufstockung um mehr als 140 Mrd. Reais bis 2010 Investitionen von 646 Mrd. Reais (1 EURO entspricht etwa 3 Reais) insbesondere in Infrastrukturprojekte vor. Ein Großteil der Investitionen soll durch öffentliche und private Unternehmen erfolgen. In den kommenden 20 Jahren stehen darüber hinaus rund 850 Infrastrukturprojekte mit privater und staatlicher Beteiligung an. Das Gesamtvolumen dieser Projekte umfasst 2,8 Billionen Euro. Es handelt sich dabei unter anderem um Projektbereiche im Straßen- und Wohnungsbau, Schienen- und U-Bahnverkehr, Häfen und Werften, Flughäfen, Wasserkraftwerke, Wärme- und Atomkraftwerke, Stromübertragung, Öl und Gas, Biotreibstoffe, Windkraft, Wasserwirtschaft, Sicherheit wie auch eine Vielzahl von Projekten rund um die Fußball-WM 2014.
Ausländische Investoren finden in fast allen Sektoren interessantes Potenzial für ihre Aktivitäten, so bei Kfz-Zulieferungen, Maschinen- und Anlagenbau, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Medizintechnik, Umwelttechnik und Erneuerbaren Energien und auch für hochqualifiziertes Know-How ist gesorgt.
Brasilien exportiert nach Deutschland vor allem Eisenerz, Automobile, Kaffee und Kaffeeprodukte, Soja und Sojaprodukte, Fleisch und Fleischprodukte. Bei den brasilianischen Importen aus Deutschland dominieren Fahrzeugteile, chemische Grundstoffe, Kraftfahrzeuge und Maschinen.
01.10.2009 22:37 Alter: 2 yrs
- Dateien:
delegation_brasilien_interessenbekundung.pdf 89 K










