NGlobal als Gastgeber für sieben europäische Airlines - Workshop zum Thema EU-Emissionshandel für Airlines, COP15
Vom 7.-18.12.2009 werden in Kopenhagen zur "United Nations Climate Change Conference"(COP15) Umweltexperten aus aller Welt erneut zur Diskussion des Kyoto Protokolls und deren Umsetzung zum Schutz der Umwelt zusammen kommen.
Vom 7.-18.12.2009 werden in Kopenhagen zur "United Nations Climate Change Conference"(COP15) Umweltexperten aus aller Welt erneut zur Diskussion des Kyoto Protokolls und deren Umsetzung zum Schutz der Umwelt zusammen kommen.
In direktem Bezug zum COP15 fand am 19.11.2009 in den Räumlichkeiten von NGlobal der „Airpas Aviation eMission Customer Workshop“ statt. Ausgerichtet vom Braunschweiger Softwareanbieter Airpas Aviation AG trafen sieben europäische Airlines zusammen, um von Spezialisten die aktuellsten Informationen zum Emissionshandel zu erfahren. Ab 2012 müssen sich Airlines, die von, nach oder innerhalb der EU-Ländern fliegen dem CO2 Zertifikatehandel unterwerfen.
NGlobal hat sich gern als Gastgeber für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt. CEO Gerhard Gizler sagte in seiner Begrüßung dazu: "als für die Außenwirtschaft zuständige Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes unterstützt NGlobal niedersächsische Unternehmen gern bei "globalen" Themen. Als Gastgeber für diesen Workshop zum Emissionsreporting für die Airlines unterstützen wir nicht nur ein globales Thema sondern geben auch dem Produkt "eMission" der Airpas Aviation, welches vom Land Niedersachsen im Rahmen der Innovationsförderung gefördert wird, ein Forum, sich im Sinne der Fördermaßnahme zu präsentieren".
Alle sieben Airlines, die an diesem Tag Gäste waren, sind Kunden der Airpas Aviation AG, die bereits mit ihrem Standardprodukt „airpas“, einem Kosten- und Finanzmanagementsystems für Airlines, weltweit erfolgreich vertreten ist. Gemeinsam diskutierten die hannoversche TUIfly, die schwedische TUIfly Nordic, Condor, Air Berlin, Germania, Hamburg International, die lettische airBaltic und die türkische Sun Express mit den Referenten zu einem Thema, dessen Art der Umsetzung Anlass zu kontroversen Diskussionen gibt. Das Stimmungsbild wurde vom Redakteur des Aviation-Newsletters AeroBrief eingefangen.
NGlobal hat sich seit seiner Gründung (Januar 2009) das erste Mal für eine Themen-Veranstaltung eines niedersächsischen Unternehmens als Gastgeber zur Verfügung gestellt. Die Airline Gäste fanden das ausgesprochen ungewöhnlich und bemerkenswert, "wie in Niedersachsen Unternehmen und hilfreiche Industrielösungen durch das Land unterstützt werden". Gerhard Gizler dazu "das machen wir auch für andere Unternehmen in dieser Art gerne wieder".
HINTERGRUNDINFORMATION
Emissionshandelsschema: Was bedeutet das EU-ETS für Airlines-Hintergrund und Konsequenzen
Im Dezember 1997 fand in Kyoto die dritte Konferenz der Vertragsstaaten der Klima Rahmenkonvention der Vereinten Nationen statt.
Ein Ergebnis dieser Konferenz ist das Kyoto-Protokoll für Industrie- und Transformationsstaaten, das im Zeitraum von 2008 bis 2012 verbindliche Ziele zur Beschränkung oder Reduktion der Emissionen von sechs Treibhausgasen (CO2, CH4, N2O, HFKW, PFKW und SF6) zur Eindämmung des anthropogenen Treibhauseffekts festlegt.
Dem folgend hat sich die Europäische Union (EU) u.a. verpflichtet, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um 20% (im Vergleich zum Wert von 1990) zu reduzieren. Zu diesem Zweck hat die EU das Emissionshandelsschema für Kohlendioxid (CO2) eingeführt. Seit 2005 gilt dies bereits für über 10.000 industrielle Emittenten, wie z.B. Kraftwerke und andere große Kohlendioxid emittierende Industrieanlagen. Ähnliche Initiativen gibt es in Australien, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Während sich in den Jahren 1990-2002 in der EU eine Reduktion von CO2 um 3% bei industriellen Emittenten nachweisen lies, stieg im selben Zeitraum die CO2 Emission der Airlines um 70% an. Daher wurde für den Flugbetrieb ab 2012 ein weiteres „EU Emissions Trading Scheme“ (EU-ETS) entschieden. Dabei ist die Datenerhebung für die Fluggesellschaften bereits ab Mitte 2009 verpflichtend. Die Neuregelung verpflichtet die Airlines, ihre CO2 Emissionen in den Jahren von 2013 bis 2010 um fünf Prozent zu senken.
Die Airlines werden für 85% ihrer Emissionen Zertifikate erhalten, weitere Zertifikate müssen über den freien Handel erworben werden
Betroffen sind alle kommerziellen Fluggesellschaften, die von, nach und innerhalb Europa Flüge durchführen. Die Staaten der EU sehen sich mit der Einführung der EU-ETS als Vorreiter bzw. Vorbild für die globale Flugindustrie.
19.11.2009 00:00 Alter: 2 yrs









